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Wir für Sie

Der Verein Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, den Betroffenen von neuen, religiösen und ideologischen Gemeinschaften und Psychogruppen Information und Beratung zu geben.
Der im Grundgesetz festgeschriebene Schutz der Menschenwürde, das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit sowie der dort garantierte Schutz der Familie (Art. 1,2,6 GG) bilden die Arbeitsgrundlage der staatlich geförderten Beratungsstellen, zu denen auch die Beratungsstelle des Vereins Sekten-Info Nordrhein-Westfalen gehört. Die Beratung ist darüber hinaus keinem bestimmten religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnis verpflichtet.

Was wir für Sie tun können:

  • Wir informieren und beraten Sie bei Fragen zum Themenbereich der neuen, religiösen Gemeinschaften, zum Esoterikmarkt, zu alternativen Heilmethoden, zu Phänomenen aus dem Bereich Okkultismus und Satanismus. - weiteres...

  • Wir beraten Sie bei der Orientierungssuche und bei Konflikten im Zusammenhang mit weltanschaulichen Gemeinschaften oder außergewöhnlichen Erfahrungen. - weiteres...

  • Wir führen Veranstaltungen durch zur Information, Prävention und Schulung, oder helfen Ihnen dabei (z. B. mit Materialien), wir halten Vorträge. - weiteres...

  • Wir unterstützen informierende Darstellungen in den Medien. - weiteres...

In jedem Fall ist die Information und Beratung kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Lediglich etwaige Kosten für Materialien, Kopien und Porto sind vom Ratsuchenden selbst zu tragen.

Das Kompetenzfeld des Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. wird durch ein multidisziplinäres Mitarbeiterteam gestaltet. Ihm gehören eine Psychologin, eine Lehrerin (Sek I), ein Theologe (jeweils mit beraterischer Zusatzausbildung), sowie eine Rechtsanwältin an.

 

 
Aktuelle Artikel
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Hier stellen wir für Sie die Fachartikel des aktuellen Jahresberichtes des Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. ein. Unsere MitarbeiterInnen schreiben zu Themen, die im Berichtsjahr eine besondere Relevanz bekommen haben. Grundlegendes und weiterführendes Material kann auf Anfrage zugesandt werden. Sie können hierzu unser Anfrage-Formular verwenden.

 
Bericht über die Arbeit des Sekten-Info NRW und die Aktivitäten neuer religiöser Gemeinschaften 2017
Neu in diesem Jahr ist, dass zum ersten Mal die Anzahl der Beratungsfälle höher ausfällt als die Anzahl der Anfragen. Diese Entwicklung hat sich in den letzten fünf Jahren schon angedeutet. Das war aber nicht immer der Fall, zum Vergleich 2009 gab es 838 Anfragen und 366 Beratungsfälle, 2002 1.159 Anfragen und 325 Beratungsfälle. Das bedeutet vor 15 Jahren war das Bedürfnis der Bevölkerung in einem persönlichen Gespräch eine Information zu erhalten, dreimal so hoch wie heute. Heute nutzten viele Bürger das Internet oder die Webseite des Sekten-Info Nordrhein-Westfalen e.V. als Informationsquelle. 99.401 Besucher unserer Webseite konnten gezählt werden.
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Fake News, Verschwörungstheorien & Reichsbürger
Die Vielzahl der durch die Medien geisternden Begriffe und Themen über die Inter­netmedien und sozialen Netzwerke sorgen bei etlichen Mitmenschen für zuneh­mende Verunsicherung: Cyberangriffe, Hass-Kommentare, Medienkrise, Filter­blasen, Informationskrieg, „post­faktisch“, Verschwörungs­theorien, Wahlbeeinflussung durch SocialBots, Gefährdung der Demokratie, …usw.
 
Sie zeichnen ein durch die Geschwindigkeit verwischtes Bild des laufenden Trans­formationsprozesses zu einer digitalen Gesellschaft. Wie immer bilden sich die gesellschaftlichen Themen auch in den Fragestellungen an unsere Beratungs­stelle ab. Verschwörungstheorien und Reichsbürger nehmen mehr Raum bei Bera­tungsfällen ein, der „kreative“ Umgang mit Fakten ist ohnehin fester Bestandteil im Nebeneinander verschiedenster, teils konfliktträchtiger Weltanschauungen. Der schnellere Zugriff auf Informationen erleichtert auch den Konsum gesundheitsge­fährdender Pseudotherapien und ermöglicht eine schnelle Konversion zu konflikt­trächti­gen Gruppen. Verschwörungs­theorien, Scharlatane, fundamentalistische Prediger und salafistische Extremisten bekommen durch die sozialen Netzwerke eine breite Bühne und bieten sich leicht auffindbar an. Wie können Bürger damit umgehen?
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Heilpraktiker in der Kritik - zu Recht?
Gerade in den letzten Jahren rückte der Berufsstand des Heilpraktikers in den Fokus der öffentlichen Debatte. Im Sommer 2016 kam es im Zusammenhang mit Krebs­behandlungen im so genannten „Biologischen Krebszentrum Bracht“ in Nordrhein-Westfalen zu mehreren Todesfällen. Die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Heil­praktikers, der die Behandlungen durchführte, ist noch nicht abschließend geklärt. Fest steht jedoch bisher, dass der Heilpraktiker seinen Patienten „3-Brompyrovat“ verabreicht hat und diese Substanz in Deutschland nicht als Medikament zugelassen ist. Vor dem Hintergrund dieses Vorfalls und weiterer an die Öffentlichkeit gelangter Fälle wurde und wird aktuell über das Heilpraktikergesetz und dessen Reformbedürf­tigkeit diskutiert.
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Neue Publikation zum Thema Erinnerungsfälschung

Rezension zum Fachbuch „Das trügerische Gedächtnis“ von Julia Shaw

Bereits im Jahresbericht 2011 wurde der Artikel über „Beeinflusste Erinnerungen an sexuellen Missbrauch in der Kindheit durch esoterische Therapieangebote“ veröffentlicht. Dieses Thema hat an Brisanz nicht verloren. Wie auch in den letzten Jahren kamen auch im vergangenen Jahr wieder­holt Ratsuchende in unsere Beratungsstelle, um darüber zu berichten, dass ihnen ein sexueller Missbrauch ein­geredet worden sei. Sie begaben sich wegen psychischer Probleme in therapeu­tische Behandlung. Einige stellten sich die Frage, ob die Ursache ihrer heutigen Probleme möglicherweise in ihrer Kindheit zu suchen sei. Aufgrund der Symptomatik wäre diesen Klienten trotz fehlender Erinnerung an einen sexuellen Übergriff mitge­teilt worden, dass diese Erinnerun­gen wahrscheinlich lediglich verdrängt worden seien, um ihre Seele zu schützen. Nach vielen intensiven Gesprächen seien dann Erinnerungsbruchstücke und Bilder im Kopf aufgetaucht, wodurch der anfängliche Zweifel, dass man sich doch an einen Missbrauch erinnern müsse, verschwunden sei. Erst später sei ihnen bewusst geworden, dass der sexuelle Missbrauch nie statt­gefunden habe.

Doch wie ist so etwas möglich? Können Erinnerungen, die sich für uns echt anfühlen, tatsächlich nur eingebildet sein? Das 2016 erschienene Buch „Das trügerische Gedächtnis“ von Julia Shaw beschäf­tigt sich mit dem Thema suggestiv herbeige­führter Erinnerungen und soll daher im Folgenden kurz zusammengefasst werden.

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